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Mission gescheitert
 

YBBS fuhr letztes Wochenende nach Wüsten um den Titel bei der „Detmolder Pilsener Trophy“ zu verteidigen. Am Ende sollte es aber nicht sollen sein. Dafür gewinnt das AL Rennteam 30l Freibier.

Lieferte eine super Kartcity-Premiere ab: S. Sorge

Das Ziel von den „Yellow Blue Boys Sauerland“ war klar: Nach dem Gewinn im vergangenen Jahr galt das Hauptaugenmerk am vergangenen Wochenende nur der Titelverteidigung. Doch bereits beim Blick auf die Starterliste war klar, dass es diesesmal weitaus schwieriger werden würde. Neben der letztjährigen Konkurrenz hatte nämlich auch ein schlagkräftiges Team aus dem Ruhrgebiet seine Nennung abgegeben.

Die Mission Titelverteidigung begann am Freitagabend um 20.20 Uhr. Ein 40 minütiges Qualifikationsrennen stand auf dem Plan, dessen Sinn es war die 48 Teams in die Gruppen Gold, Silber und Bronze, entsprechend ihrer Leistungen, einzuteilen.
Die erste Hürde für die Halveraner Truppe war niedrig gelegt und von dem Quintett bestehend aus Semih Sorge, David Amaral, Jonas-Tom Selter, Roy Streit und Maik Rzonsa mit Platz drei locker übersprungen. Allerdings gab es rund eine Minute Rückstand zu verdauen, was der Stimmung zwar keinen Abbruch tat, sehr wohl aber verdeutlichte, dass man 2010 nicht der Topfavorit ist.

Am Samstag wurde um 10.10 Uhr der erste Vorlauf über 60min gestartet. Ziel für alle Teams war es, sich unter den ersten sieben Teams zu behaupten, um nicht in eine niedrigere Gruppe abzusteigen. Im Gegenzug konnten die Siegermannschaften aus Silber und Bronze jeweils eine Klasse aufsteigen. Im Vorlauf erreichten YBBS erneut Platz drei, der Rückstand konnte jedoch auf nur noch zwei Runden (30 sec.) reduziert werden.

Spannender war dann der Zwischenlauf am Samstagabend, indem es darum ging, sich für das erste Goldfinale am Sonntag zu qualifizieren. Dazu bedurfte es einer Top 4 Platzierung. Doch auch dies stellte für das heimische Team keine Probleme dar. Mit einem weiteren dritten Platz zogen sie in das entscheidende Finale um den Gesamtsieg ein. Doch der Abstand zur führenden Truppe blieb zwei Runden.

Anschließend hatten die Fahrer fast 24 Stunden Pause. Denn erst am Sonntagabend um 20.20 Uhr fiel die Grüne Flagge, die das Goldfinale freigab. Dieses gingen die Sauerländer analog ihres letzten Ergebnisses ebenfalls von Position drei an. Doch anders als in den vorherigen Rennen schien YBBS diesmal ein ernste Gefahr darzustellen. Von Beginn an folgte Jonas-Tom dem Führungsduo wie ein Schatten, übernahm in der Startphase sogar kurzzeitig die zweite Position. Erst gegen Ende seines 20minütigen Turns brach der Kontakt zur Spitze leicht ab, der Vorsprung war aber groß genug um die dritte Position auch nach dem Fahrerwechsel zu behaupten. Semih Sorge übernahm das Lenkrad und verteidigte die Position ehe er an David Amaral übergab. Der Schalksmühler erlebte bis zu seiner Schlussphase einen ereignislosen Törn. Nach knapp 15 Minuten am Limit schwenkten jedoch die Streckenposten Gelbe Flaggen und reduzierten damit das Tempo. Genau zu dieser Zeit wurde auch die Boxengasse zum Fahrerwechsel geöffnet. Leider wurde der richtige Zeitpunkt zum Fahrerwechsel verpasst und David war gezwungen eine ganze Runde hinter dem Safety-Kart zu umrunden. Das kostete mindestens eine halbe Runde. Zwar versuchte Maik den Rückstand zu verkürzen, doch die Rückrundung konnte er nicht realisieren.
Mittlerweile war auch die Hoffnung auf den Sieg geschwunden, im Fokus stand nunmehr die Jagd nach Platz zwei. Dort befand man sich im Kampf mit dem „Werther Kart Team“, die nur wenige Sekunden Vorsprung herausgefahren hatten. Doch der Vorsprung schmolz und Roy konnte diesen in seinem Schlussturn schließen. Gute zwanzig Runden tobte dann im Folgenden ein spannender Kampf um den zweiten Rang. Mehrere Angriffsversuche scheiterten. Erst zwei Runden vor Schluss unterlief dem Fahrer von WRT ein kleiner Fehler den Roy nutzte und auf Platz zwei vorbei ging. Der Jubel im Team über Platz zwei war nicht nur beim Fallen der Schwarz-Weiß karrierten Flagge, sondern auch bei der Siegerehrung mit anschließendem Feuerwerk groß.

Nicht zuletzt, weil es für das AL Rennteam, die zum ersten Mal in Wüsten am Start waren, eine Sieg zu feiern gab. Die Truppe um Dietmar Sorge qualifizierte sich zu Beginn für die Gold-Gruppe. Durch die geringen Erfolgsaussichten entschied man sich aber zum bewussten Abstieg. Durch langsame Rundenzeiten wurde dieses Ziel realisiert. Diese Taktik musste zweimal angewand werden. Einmal um ab-, einmal um nicht wieder aufzusteigen. Erst am Sonntag, beim ersten Silber-Finale konnte die Jungs ihr wahres Potenzial zeigen und den Sieg einfahren. Allerdings war der Erfolg kein Spaziergang, über die gesamte Renndistanz konnte kein beruhigender Vorsprung herausgefahren werden. Jedoch kam die Konkurrenz auch nie in wirkliche Schlagdistanz. So gewannen die Halveraner nach 90 Minuten Finale den Sieg, für den es am Abend 30l Freibier gab.

 
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