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Pech verhindert Podestplatz
 

Am letzten Juni-Wochenende fand auf dem Harzring bei Aschersleben das erste 24h Rennen der diesjährigen GTC-Saison für Niklas Bauckhage statt. Die Hatz zweimal rund um die Uhr versprach dementsprechend viel Spannung und Dramatik.

Pech und übermotiviertes Verhalten der Gegner verhinderten das Podium für N. Bauckhage

Die Scuderia Nove Rosso verstärkte sich neben den Stammfahrern Danny und Romina Giusa, Steffen Gotthardt und dem Lüdenscheider Niklas Bauckhage mit Kevin Wetzlar. Mit dieser Besetzung erhoffte sich das Team einen Podestplatz, kam die Mannschaft doch als meisterschaftsführende nach Aschersleben.

Die Abstimmung des Karts am Freitag gestaltete sich jedoch zäh, da das Team mit starkem Übersteuern des Chassis zu kämpfen hatte. Doch auch die anderen Teams fanden nicht direkt die richtige Einstellung und testeten deshalb bis in die Abendstunden. Anschließend fand das Qualifing, diesmal in einem speziellen Modus, statt. Hier mussten die Fahrer mit dem Transponder von der Start-Ziel-Linie zum 75 Meter entfernten Kart sprinten. Dort angekommen wurden von zwei Mechanikern die beiden Vorderreifen gewechselt und der Fahrer fuhr mit dem Kart und Transponder wieder über die Ziellinie, an der die Zeit des gesamten Vorgangs gemessen wurde. Hier sicherte sich die Scuderia den dritten Startplatz in der Klasse.

Startfahrer Danny Giusa konnte anfangs den Speed der Spitze mitgehen und das Feld absolvierte die ersten Rennstunden dicht zusammen. Nach vier Stunden zeigte sich jedoch ein ungeahnter Rennverlauf. Normalerweise sind bei einem 24h Rennen der GTC zwei Reifensätze pro Team der standardmäßige Verbrauch. Unerwartet kam jedoch das führende Team nach gerade einmal vier Rennstunden zum Aufziehen neuer Pneus an die Box. Mit den neuen Reifen waren auf der 1,2 km langen Strecke Rundenzeiten möglich, die gut eine Sekunde unter denen des restlichen Feldes lagen. Diesen Vorteil nutze das führende Team und hielt von diesem Zeitpunkt an jede vier Stunden an der Box, um sich neue Reifen montieren zu lassen. Die anderen Teams, so auch die Scuderia stiegen nicht in diese Reifenschlacht ein, geht diese auch am grundlegenden Langstreckengedanken der GTC vorbei. So kündigte auch die Rennleitung direkt nach dem Zieleinlauf eine Begrenzung der Reifensätze für die nächsten Rennen an. Nach diesem Rennverlauf sah sich das Team von nun an in einem spannenden Dreikampf um den dritten Podestplatz wieder. Nach einer langen Nacht waren die Plätze eins und zwei scheinbar an die Teams der Startnummer „34“ und „79“ vergeben, da sie sich über Nacht einen großen Vorsprung herausgefahren konnten. Der Kampf der Scuderia um Platz 3 aber ging nun in die heiße Phase der letzten Rennstunden. Die Chancen der Mannschaft standen gut, so führten sie zusätzlich zum bis dahin guten Gesamtrang die Sprintwertung an, die für die letzten sechs Rennstunden gestartet wurde und zusätzliche Meisterschaftspunkte gab. Doch dann musste die Scuderia mit der Startnummer „9“ einen Schicksalsschlag hinnehmen, den nur ein 24h Rennen schreiben kann. Nach einem 21 stündigen Kampf um Gesamtrang drei, quittierte drei Stunden vor Schluss das Flexrohr zwischen Motor und Auspuff seinen Dienst. Nach Reparaturzeit und vier verlorenen Runden blickte man in enttäuschte Gesichter. Die Fahrer der Scuderia Nove Rosso fanden sich auf Gesamtrang fünf wieder. Auch in der Sprintwertung, in der man den Sieg vor Augen hatte, rutschte man aufgrund des Defektes auf Platz sechs ab. So hatte man trotz einer fahrerisch fehlerfreien Leistung der Piloten wichtige Meisterschaftspunkte verloren. Hier fiel man von Rang eins auf drei zurück und hofft nun auf ein erfolgreicheres Ergebnis am kommenden Wochehende in Belleben.

 
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