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Mit freundlicher Unterstützung vom TüV Nord: Unsere Kartmannschaft bei RuR |
Die Kartschule von Halver. So könnte der eine oder andere Fahrer und Besucher von “Halver –RundumsRathaus” über uns gedacht haben, als er auf die Nennliste des Events blickte. Insgesamt gingen 19 Fahrer vom AJT am Pfingstwochenende in Halver auf die Piste, zudem noch weitere sieben ehemalige Aktive. Somit stammte jeder siebte Fahrer aus dem Umfeld des AJT, alle zusammen verteilten sich auf neun Teams !
Sogar mit einer eigenen Mannschaft traten wir den Kampf gegen 29 weitere Trupps kartbegeisterter Menschen an. Arsim Krasniqi als Teamchef hatte mit Moritz Pohl, Marvin Tattje, Giuseppe Pintavalle, Max Hano, Tim-Florian Meister und Jörg Winkler ein junges und schlagkräftiges Kartteam auf die Beine gestellt, wobei Jörg bei dieser Beschreibung etwas außen vorzulassen ist. Doch unsere Mannschaft, deren Teilnahme durch den TüV Nord ermöglicht wurde, war nicht das Jüngste im Starterfeld. Dieser Titel ging auch an die späteren Sieger, an die” Yellow Blue Boys Sauerland” rund um Mitveranstalter Friedhelm Selter.
Die vier gelb-blauen Jungs, deren Wurzeln allesamt im AJT liegen, traten nach Vorhersagen vieler Fahrer mit Außenseiterchancen an. Doch vielleicht gerade aus ihrer Aussenseiterposition bezogen sie die Energie, es allen zu zeigen. Vor allem am Samstag trumpften sie groß auf, gewannen alle drei Gruppen-Rennen und brachten sich damit in eine komfortable Position für den zweiten Renntag. An diesem konnten sie an ihre Ergebnisse des Vortages zwar nicht mehr anknüpfen, bedingt durch einen etwas gefühlvolleren Umgang mit den Gegnern, doch fuhren sie in den verbleibenden Rennen jedes Mal die Silbermedaille ein. Bei dieser Konstanz hätte ihnen nur das Team von Rüdiger Rossbach gefährlich werden können. Doch die gestandene Mannschaft traf gleich am Sonntagmorgen auf den Defektteufel. Dieser ließ einen Keilriemen reißen und damit auch die Hoffnung vom Sieg. Denn der elfte Platz brachte nicht genug Punkte ein, um noch ein ernsthafter Gegner für YBBS zu sein.
Somit konnten sich die Sauerländer auf das “Isyko-Racing Team” u.a. mit Roy Streit als Fahrer konzentrieren. Diese kamen am Samstag nicht richtig in Schwung und hatten nach drei Podestplätzen am Sonnabend schon 16 Zähler Rückstand. Jedoch konnten sie diese nach zwei Siegen in Folge am Morgen des zweiten Tages auf deren 8 reduzieren. Dann schlug jedoch auch bei dem Wipperfürther Team der Defektteufel zu. Auch hier war ein gerissener Keilriemen der Auslöser für eine unfreiwillige Boxenanfahrt. Mit Platz vier hielt sich der Schaden im Rennen jedoch in Grenzen.
Bei 30 zu vergebenen Punkten für den Sieger ging YBBS mit 15 Zählern Vorsprung auf Isyko in das Finale, was bedeutete, mindestens fünfter werden zu müssen. Eine lösbare Aufgabe, wenn nichts dazwischen kommt. Immerhin waren die Jungs noch vom Pech verschont geblieben. Spannende 60 Minuten erwartete das Team. Leider musste das Rennen aufgrund eines Unfalls zweier Fahrer in deren Folge sich eines der Karts überschlug, abgebrochen werden und wurde anschließend nicht mehr neu gestartet. Zum Zeitpunkt des Abbruchs lagen YBBS auf dem sicheren zweiten Platz, der mehr als ausreichte um Semih Sorge, Jonas-Tom Selter, David Amaral und Björn Kessner mit 194 Punkten zum ersten Sieger von “Halver-RundumsRathaus” zu machen.
Der zweite Platz ging an das “Isysko Racing Team”, die gerne gewonnen hätten, sich aber auch über den zweiten Platz und ein tolles Wochenende freuen konnten. Gesamtplatz fünf ging an das Team von Juliana Tackmann. Ihr Team fuhr in den sieben Rennen des Pfingstwochenendes zwei Siege und 158 Punkte ein. ABWS kam aber ebenfalls nicht unbescholten über die Runden.
Direkt im Windschatten von ABWS folgte das AL-Rennteam mit Niklas Bauckhage am Start. Die Truppe des STT-Fahrers, der alle Startturns fahren musste, sah bei dieser Taktik vielleicht nicht ganz so gut aus, wie man sich das vorgestellt hatte. Denn weil der Lüdenscheider vorne auf andere Top-Fahrer traf, und dadurch nicht so viele Platzierungen gut machen konnte, mussten die restlichen, etwas schwächeren Fahrer des Teams die Kohlen aus dem Feuer holen. Insgesamt kam man auf drei Podestplätze und 118 Punkte.
Die “Fanta-4”-Jungs mit Tobias Selter verpassten mit Platz elf knapp die Top 10. Die sympathische Truppe konnte sich das ganze Wochenende steigern, erreichten im sechsten Rennen sogar mit Platz drei eine Podestplatzierung. Die Truppe, zu der auch unserer ehemaligen Fahrer Björn Katthage und Tobias Tieke gehören, erfuhren 101 Punkte.
Unsere Vereinsmannschaft konnte mit den arrivierten Teams nicht ganz mithalten. Mit insgesamt drei Top-5-Platzierungen konnten jedoch einige Duftmarken gesetzt werden. Das Wochenende startete auch gleich mit einem fünften Platz. Gleich darauf folgte sogar der vierte Platz. Im dritten Rennen mussten man dann etwas abreißen lassen und kam auf den siebten Rang Am Sonntag konnten unsere AJT-Youngsters dann nicht mehr an ihre Leistung des Vortages anknüpfen. Mit einem sechsten Rang gingen sie in den zweiten Tag. Im fünften Rennen fuhren sie auf die achte Position. Damit waren sie aber sicher für das A-Finale qualifiziert. In diesem zeigte sich dann aber doch, dass die talentierten Fahrer noch nicht so weit waren, den Top-Teams Paroli zu bieten. Im Finale gab es einen bitteren fünfzehnten Platz, womit man sich 85 Punkten und den vierzehnten Gesamtrang sicherte.
Dass es für das Team nicht zu mehr gereicht hat lag an kleineren Fehlern - auf der Strecke als auch in der Boxengasse. So gingen die Fahrer bei Überrundungsvorgängen in Zweikämpfe, anstatt die schnelleren Fahrer ziehen zulassen, sich an sie dran zu hängen und von ihnen zu lernen. Wenn man nicht boxenstoppbereinigt im Positionskamp ist macht solch ein Zweikampf wenig Sinn und kostet auf der einen Seite nicht nur Zeit, sondern birgt auch noch die Gefahr eines Abschusses, womit noch mehr Zeit verloren geht. Dies sind allerdings kleinere Fehler, die mit fortschreitender Rennerfahrung ausgemerzt werden und die Fahrer ihr Talent ganz zur Geltung bringen können.
60 Zähler holten sich in den sieben Rennen die Sauerland Racers, gebildet u.a. von Marvin und Patrick Pohl, Julian Herud, Bodo Hano und Thomas Reich Das Sauerländer-Team fuhr sich vier mal unter die ersten Zehn, als bestes Resultat steht ein sechster Platz zu Buche, gefolgt von zwei siebten Rängen und einem achten Platz. Im Gesamtklassement erreichten sie den siebzehnten Platz.
Zwei Plätze dahinter das einzige Damenteam. G-Attack, mit Joy Streit als Teammitglied, hatte sich im Vorfeld vielleicht etwas weiter vorne gesehen, doch war es für die vier Mädels kein leichtes Wochenende. Vor allem die körperlich anspruchsvolle Strecke machte den Mädels zu schaffen. Mit deutlich weniger Gewicht auf den Hüften als die männliche Konkurrenz wurden Schläge der zahlreichen Bodenwellen schneller an die Handgelenke und Rippen weiter gegeben, was bereits am Samstag für erschöpfte Gesichter sorgte. Am Sonntag fiel dann auch Franziska Schneider mit geprellten Rippen aus. Trotzdem kämpften die Mädels bis zum Ende und nach einem zwischenzeitlichen Tief rafften sie sich im Finale wieder auf und Meike Macherey und Joy Streit brachten ihr Team für kurze Zeit sogar in Führung. Wegen dreier unverschuldeter Dreher überquerten sie dann am Ende die Zielflagge auf dem undankbaren vierten Platz. Insgesamt holten sie sich mit vier Top-10 Platzierungen 53 Punkte.
Auf dem 23.Platz reihte sich das Team Alutronic, bei dem Lukas Rentrop mitfuhr, ein. Diese hatten am Samstag Personalprobleme, als ein Fahrer ausfiel und sie fortan nur noch mit drei Fahrern starten konnten, obwohl vier Fahrer Pflicht waren. Das Schiedsgericht entschied aber sportlich und lies das Team weiterhin am Renngeschehen teilhaben, auch wenn man pro Rennen einen Strafstopp einlegen musste. Somit waren die selbstgesteckten Ziele nicht mehr zu erreichen.
Text: Roy Streit
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