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J.T. Selter verschenkte wegen einer Pylone den Sieg |
Im vergangenen Jahr waren es noch sieben Fahrer, die parallel zum Kart- auch im Autoslalom ihr Talent unter Beweis stellten. Im DMV/MSJ Autoslalomcup waren sie vor zwölf Monaten unterwegs. 2010 gibt es den Cup zumindest in NRW nicht mehr, was einige Fahrer als Begründung für ihren Ausstieg nutzen. Doch ein Fahrer aus der letzten Saison gibt auch dieses Jahr noch Gas. Jonas-Tom Selter fährt erneut im “AvD Autoslalom Einsteiger Cup” mit. Zusammen mit David Amaral, Björn Kessner und Friedhelm Selter bilden sie dieses Jahr unser Autoslalom-Quartett in dieser Meisterschaft.
Am Maifeiertag starteten die vier in ihren ersten Lauf in Neuss nachdem sie vierzehn Tage zuvor ebenfalls in Nuess einen Lehrgang absolviert hatten. Dieser, für Björn und David als Neueinsteiger und nicht Führerscheininhaber Pflicht, war für Jonas eine sinnvolle Gelegenheit den mit neuem Fahrwerk ausgestatteten Opel Corsa des AvD noch etwas besser kennen zu lernen. Und Friedhelm wollte ohnehin erst einmal wissen auf was er sich da überhaupt einlässt.
Am Samstag dann trotzdem leichte Schweißperlen auf seiner Stirn, als es hieß die “Youngtimer” zuerst auf die Strecke. Nach verhaltenem Trainingslauf steigerte er sich aber gleich im ersten Wertungslauf um elf, im zweiten Durchgang nochmal um fast vier Sekunden. Das ganze fehlerfrei reichte am Ende für Platz sechs bei seinem Motorsport-Debüt.
Die beiden Newcomer David und Björn gingen ihre erste Aufgabe der Saison so völlig unterschiedlich an wie ihre bisherigen Karriere im Motorsport verliefen. David, der u. a. Deutscher Meister im Kartslalom 2007 und Deutscher Vizemeister im Superartslalom des DMV 2009 wurde, also über gehörig Erfahrung im Slalomsport verfügt, testete gleich mal seine Grenzen. Im Training und im ersten Wertungslauf mit ansprechenden Zeiten, die ihn eigentlich direkt hinter dem Favoriten Quartett aus dem Vorjahr platziert hätten, wenn da nicht eine Pylone gefallen wäre. Im zweiten Durchgang testete er dann aber auch gleich mal die Grenzen des Corsa. In der Schlussspange zum Zieleinlauf konnte er die gewählte Geschwindigkeit nicht mehr durch das Tor bringen und schoss daran vorbei. Als erfahrener Pilot drehte er aber geistesgegenwärtig eine Pirouette und fuhr doch noch durch das Tor. Die dadurch ca. neun Sekunden Zeitverlust ersparten ihm zwar die fünfzehn Strafsekunden für das Tor, änderten aber leider nichts daran, dass er sich bei seinem Debüt mit Platz elf zufrieden geben musste.
Kessner der bislang lediglich ein bisschen Indoor gefahren war und erst seit ein paar Wochen im Kartslalom trainiert, ging sein Autoslalom Debüt genau so besonnen an wie eine Woche zuvor seinen ersten Kartslalom. Fehlerfrei lautete die Devise auch am Samstag und das gelang ihm, noch dazu mit zwei ordentlichen Zeiten. Am Ende hatte er dadurch nicht nur seinen Vereinskollegen und andere Anfänger hinter sich gelassen, sondern auch noch den einen oder anderen Fahrer der schon länger dabei ist. Platz acht ist für ihn ein respektabler Anfang.
Jonas, der letztes Jahr bereits debütierte und insgesamt vierzehn Autoslalom Veranstaltungen auf verschieden Fahrzeugen gefahren ist, war mit der Hoffnung angereist dieses Jahr um die Spitze mitfahren zu können. Wie es aussieht wird er das wahrscheinlich auch schaffen. Gleich zu Beginn setzte er die Konkurrenz unter Druck. Schnellste Trainingszeit und im ersten Wertungslauf Zweiter mit lediglich 15/100 Rückstand auf den zur Halbzeit Führenden, der aber im zweiten Durchgang als einziger des Spitzenquartetts seine Zeit nicht verbessern konnte. Mit seiner hohen Startnummer hatte es Selter also in der Hand von hinten heraus zu kontern. Pech für ihn, dass ihm am Ende eines Schweizer Slaloms beim Einlenken ins nächste Tor, das Heck weg ging und er ganz leicht die äußere Pylone touchierte. Besonders ärgerlich weil es den sicheren Sieg kostetet. Am Ende musste sich Jonas mit Platz vier für‘s erste geschlagen geben. Aber es verspricht eine spannende Saison zu werden. Von der Fahrzeit lag das Führungsquartett innerhalb 0,55 sek. Spannung Pur also für die nächsten Rennen vorprogrammiert.
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