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Roy ist seit den Anfängen des Vereins 1994 dabei. Doch nicht nur sein Erfahrungsschatz auch seine Erfolge machen ihn zu einem unserer Aushängeschilder. In den Disziplinen in denen er bisher angetreten ist, konnte er stets Siege feiern.
Angefangen hat Roy 1992 mit einem Tretcarslalom in Hessen. Ohne Ahnung der Regeln endete das Gastspiel in der Hessenmeisterschaft damals auf dem letzten Platz. Doch weil sowohl Vater als auch Sohnemann Streit am Tretcarslalom gefallen gefunden hatten und diese Sportart in NRW nicht angeboten wurde, waren die Halveraner 1993 gern gesehene Teilnehmer in Hessen.
Der Erfolg kam in der Saison 1994. Beinahe jeden Sonntag wurde die Autobahn ins benachbarte Bundesland unter die Räder genommen. Doch die Anstrengungen zahlten sich aus: Vizemeister Hessenmeisterschaft, zweiter Platz Wetterau-Cup und vierter Platz Mittelhessenpokal war eine positiv stimmende Bilanz.
Ab der Saison 1995 wurde auch in NRW Tretcarslalom angeboten. Im damaligen RWI-Cup entschied Roy alle Läufe für sich und wurde Meister.
Im selbigem Jahr stieg Roy auch wettbewerbsmäßig in den Kartslalom ein. Als Fahrer des AC-Radevormald (ADAC-Club) kämpfte er in der NRW-Meisterschaft des DMV um Punkte. Sticheleien innerhalb des Clubs waren vorprogrammiert. Mit acht Jahren bekommt man von solchen Dingen aber noch nicht allzu viel mit und so wurde die Leistung davon nicht getrübt. In der NRW-Meisterschaft schaffte Roy es auf den dritten Platz und qualifizierte sich zusätzlich für die Endläufe der Deutschen Meisterschaft, die er auf dem elften Platz abschloss.
In der Saison 1996 gab es die erste NRW-Meisterschaft im Tretcarslalom die Roy in seinem letzten Jahr in dieser Form des Slalomsports gewann.
Im Kartslalom gab es hingegen nur wenig zu feiern. Für die Endrunde der DM konnte sich Roy nicht qualifizieren und auch in der NRW-Meisterschaft war der zwölfte Platz kein Anlass für Freudentänze. Ab jenem Jahr fuhr Roy offiziell unter dem AJT Halver.
1997 zeigte die Formkurve wieder nach oben. Weil er für den Tretcarslalom zu alt war, konnte sich Roy ausschließlich auf den Kartslalom konzentrieren. Das sorgte dafür dass Roy die NRW-Meisterschaft auf dem siebten Platz abschloss und zum zweiten Mal auch die Qualifikation zu den DM-Endläufen schaffte. Bei den Endläufen selber errang Roy beim letzten Lauf seinen ersten Pokal auf nationaler Ebene und beendete die DM als 26.
1998 steigerte sich Roy zwar in der NRW-Meisterschaft, doch waren die Ergebnisse in den DM-Vorläufen nur durchschnittlich, so dass es erneut nicht zu einer Teilnahme an den DM-Endläufen reichte. In der NRW-Meisterschaft kämpfte sich Roy auf den fünften Platz vor. In seiner vierten Saison im Kartslalom konnte auch endlich Siege gefeiert werden. Die Erfolge wurden allerdings außerhalb irgendwelcher Meisterschaft errungen. So setzte sich der Halveraner im KO-Slalom des MSC Fulda durch und gewann den Stadtmeisterschaftslauf des AMC Duisburg.
Im Jahr 1999 war Roy aber auch in der NRW-Meisterschaft siegfähig und fuhr sich mit dem Klassensieg bei unserem Heimlauf in die Riege der Titelanwärter. Doch für den Titel war es noch zu früh und Roy wurde für die Vizemeisterschaft geehrt.
Nach guten Leistungen in den DM-Vorläufen konnte er auch wieder bei den Endläufen antreten. Hier fuhr er aber mehr schlechtes als gutes zusammen und landete abgeschlagen im Hinterfeld.
In der Saison des Jahres 2000 hätte der Durchbruch folgen können. Nach drei Siegen in den ersten drei Läufen der NRW-Meisterschaft schien der Titel schon so gut wie sicher. Doch gab es damals noch den umstrittenen NRW-Endlauf, der mit doppelten Punkten belegt war. Auch wurde noch clubweise gestartet und nicht wie heute klassenweise, was bei unterschiedlichen Wetterbedingungen zu einer Verzerrung der Leistungsstände führte. Beim NRW-Endlauf 2000 waren solche unterschiedlichen Wetterbedingungen vorzufinden. Während Roy im Regen versuchte Schadensbegrenzung zu betreiben, fuhr sein Konkurrent zum Sieg und zur NRW-Meisterschaft. Roy blieb nur der Vizetitel.
Besser lief es hingegen in der Deutschen Meisterschaft, deren 75% Qualifikationshürde Roy nun ohne Probleme zu meistern schien. Nach den drei Endläufen wurde der Halveraner auf dem zehnten Platz geführt.
Der Start in die Saison 2001 misslang Roy gründlich. In den ersten Vorläufen der NRW- und Deutschen Meisterschaft fuhr er nur ins Mittelfeld und musste damit um die Qualifikation zur DM fürchten. Zum Glück schaffte er noch die Kurve und kämpfte sich zurück ins Titelrennen. Am Ende sollten ihm aber 2,5 Punkte zum Titel fehlen. Erneut wurde Roy nur Vizemeister.
Nach geglückter Qualifikation belegte Roy in der DM gleichen Platz wie im Vorjahr.
2002 verpasste Roy zum zweiten Mal in Folge den Saisonstart. Erst ab der zweiten Saisonhälfte war er wieder für Siege gefährlich und konnte deren zwei gewinnen. Zum Titel führte diese Strategie aber auch dieses Mal nicht. Zum vierten Mal hintereinander wurde Roy zweiter in der NRW-Meisterschaft, weshalb er sich selber den Spitznamen „ewiger Vize“ gab. Hätte es auch in der DM zum Vize gereicht hätte Roy wohl Luftsprünge gemacht. Stattdessen rangierte er am Ende auf der 26. Position.
2003 schien sich das Blatt endlich zu wenden. Vier Siege in sechs Vorläufen sprachen eine deutliche Sprache, dachte man zumindest. Doch fand die Entscheidung in der NRW-Meisterschaft damals noch beim NRW-Endlauf statt. Mit einem schwachen Nervenkostüm ausgestattet kegelte Roy bei diesem wichtigen Lauf etliche Pylonen. Während seine Hauptkonkurrenten um den Titel auf den ersten Plätzen landeten, löste Roy die Fahrkarte ins Hinterfeld und auf Tabellenplatz drei. Wenigstens kein Vize! Doch auch der sollte noch kommen, am grünen Tisch entschieden.
Die Deutsche Meisterschaft des Jahres 2003 wird wohl ewig in Erinnerung bleiben. Der BSC Aukrug war Veranstalter des ersten von drei DM-Endläufen. Gewillt einen DM würdigen Kartslalom zu veranstalten, verkam die Veranstaltung unter den Augen eines lizensierten Zeitnehmers zu einer Lachnummer. Grob überschlagen wurde die Fahrzeit damals von Hand gestoppt, unterstützt von einer Lichtschranke die die tatsächlichen Zeiten im Protokoll speicherte. Nachdem dies aufgefallen war, wurde versucht ein relevantes Endresultat mit Hilfe des Protokolls zu erstellen. Leider war dies nicht bei allen Fahrern möglich, so dass die Organisatoren sich gezwungen fühlten, den ersten Endlauf zu annullieren. Damit wurde nicht Roy sondern ein Fahrer Deutscher Meister, der in Aukrug gepatzt hatte.
Einen Titel gab es in diesem Jahr trotzdem zu feiern. Zum ersten Mal fuhr Roy eine komplette Saison in der Siegerlandmeisterschaft. Mit drei Siegen holte er die meisten Punkte seiner Klasse.
Zusätzlich zum Kartslalom zog es Roy 2003 auch in den Rundstreckensport. Zusammen mit Vereinsmitgliedern wurde das Kartteam Shark-Endurance-Racing gegründet. In der GTC (German Twin Championship) trat das junge Team an. Im ersten Jahr gab es einen Sieg und den dritten Platz in der Junior Trophy zu feiern.
Der Titel in der Siegerlandmeisterschaft konnte 2004 wiederholt werden. Auch in der NRW-Meisterschaft sollte der neue Meister erstmals Roy Streit heißen. Drei Siege brachten ein dickes Punktepolster ein.
In der DM wollte Roy nach seinem Vizetitel nun um eine Stufe nach oben klettern. Mit einem Sieg zum Auftakt der Endläufe übernahm er vorzeitig die Führung im Klassement. Eine Woche später musste er diese aber wieder abgeben und er fiel auf den fünften Platz zurück. Beim Finale in Jena musste Roy gewinnen um noch eine Chance auf den Titel zu haben. Sein Soll erfüllte er, doch reichte dies nicht aus. Mit 855:852 Punkten musste er sich beugen und durfte eine weitere Vizemeisterschaft bejubeln.
Die Saison in der GTC verlief leider nicht so erfolgreich. In der hart umkämpften Langstreckenmeisterschaft verzeichnete das Halveraner Team eine hohe materialbedingte Defektquote. In der Klasse langte es nur zu Rang zehn.
In der kommenden Saison war die Zeit der Vizemeisterschaften endgültig vorbei. Auch wenn nicht alles planmäßig ablief, so führten drei Siege dennoch zum Titel in der NRW-Meisterschaft.
Auf die drei Endläufe 2005 blickend war Roy bei der DM klar der beste. Drei Podestplätze brachten auch ohne einen Sieg die meisten Punkte in der Klasse 6 und krönten Roy endlich zum Deutschen Meister!
Nachdem die Motivation am Rundstreckensport gegen Ende des letzten Jahres nachgelassen hatte, verließ Roy Shark-Endurance-Racing, stieg dafür aber in den Autoslalom ein. Im ADAC Youngster-Slalom-Cup suchte er eine neue Herausforderung. Ohne die Möglichkeit auf Training legte Roy einen schwachen Saisonstart hin. Ab dem dritten Lauf konnte aber eine deutliche Leistungssteigerung verzeichnet werden und im siebten Saisonlauf fuhr Roy nach ganz oben. Ein Sieg den Roy selber als seinen schönsten bezeichnet. Weil er die Priorität auf den DM-Titel legte, musste der letzte Lauf aber ausgelassen werden. So beendete Roy seine erste Saison im Autoslalom auf dem achten Platz.
Nachdem der DM-Titel endlich eingefahren war, galt die volle Konzentration 2006 dem Autoslalom. Diese Entscheidung war goldrichtig. Durch seinen Auftaktsieg sah sich Roy als klaren Favoriten auf den Titel im Youngster-Cup. Dies unterstrich er mit vier weiteren Erfolgen. Der Titel im ADAC-Youngster-Slalom-Cup, als erster DMV-Fahrer, war der verdiente Lohn.
Nebenbei fuhr Roy auch die NRW-Meisterschaft im Kartslalom und nahm an zwei Endläufen zur DM teil. In der NRW-Meisterschaft musste Roy nur eine Niederlage einstecken und feierte seinen dritten NRW-Meister. Weil er nur zwei der drei Endläufe fahren konnte, setzte sich Roy hauptsächlich ins Kart um Mannschaft und Club bei der DM zu unterstützen.
Für die Saison 2007 veranstaltete der DMV einen eigenen Autoslalom-Cup, in dem Roy eine neue Herausforderung sah. Vier Läufe umfasste diese Meisterschaft, von denen Roy drei und den Cup gewann.
Seine vierte Meisterschaft gab es in der NRW-Meisterschaft im Kartslalom zu feiern. Dabei schrieb er sich bei allen Läufen in die Siegerlisten ein.
Beinahe perfekt verlief die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft. Von den drei Endläufen triumphierte Roy bei deren zwei, nur beim ersten Lauf in Wüsten musste er mit dem dritten Platz eine Schlappe hinnehmen. Mit einem deutlichen Vorsprung von fast 100 Punkten war Roy der erfolgreichste Fahrer aller 180 Teilnehmer.
Zwar war 2008 für Roy kein schlechtes Jahr, an die Erfolge des Vorjahres konnte er aber nicht anknüpfen. Im Autoslalom schrieb sich Roy in den neugegründeten DMV/AvD Autoslalomcup ein. Dort hatte er mit Sascha Ziefle einen Gegner gefunden, der ihm zeigte, dass er längst noch nicht zur Autoslalomspitze gehört. Zu verkrampft versuchte Roy über die Saison hinweg seinen Widersacher zu bezwingen, was letztlich in genau in die falsche Richtung führte. Er beendete den Cup für ihn enttäuschend auf dem fünften Platz.
Im Kartslalom war Roy in NRW weiterhin klar der schnellste. Allerdings schlug er sich ein ums andere Mal selber. Trotzdem erlangte er drei Saisonsiege und den fünften NRW-Titel in Folge.
Die Deutsche Meisterschaft begann Roy meisterlich, doch schon beim zweiten Lauf schwand seine Motivation. Immerhin erkämpfte er sich den dritten Platz und erreichte damit zum zum fünften Mal ein Top 3 Endresultat bei der DM.
2009 gab es erneut Höhen und Tiefen. Gerade im Kartslalom, in seinem aus Altersgründen letzten Jahr, waren seine Leistungen sehr durchwachsen. Einem schwachen Ergebnis folgte wieder ein Erfolg. Fünf davon gab es in jener Saison. Damit war er der erfolgreichste Fahrer in der NRW-Meisterschaft und sicherlich verdient NRW-Meister.
Doch bei der Deutschen Meisterschaft gehörte er zum ersten Mal seit 2003 nicht mehr zur Spitzengruppe. Ihm selber nicht erklärbar kämpfte er nur im vorderen Mittelfeld um Punkte. Der zwölfte Platz in der Endwertung war ein für ihn enttäuschender Abgang von der nationalen Kartslalombühne.
Im Autoslalom kehrte Roy nach der frustrierenden 2008er Saison wieder auf die Siegerstraße zurück. Im DMV/MSJ Autoslalomcup war er dreimal der Schnellste und wurde ansonsten jeweils als Zweiter abgewunken. Damit konnte er ein gutes Punktekonto aufbauen, welches zum Titel reichte.
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